Family 4.0 – der Family-Manager

Immer mehr sächsische Betriebe legen Wert auf eine familienorientierte Personalpolitik, um ihre Beschäftigten bei komplexer werdenden Herausforderungen, im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu unterstützen. Trotz dessen gehören Maßnahmen, die Mitarbeiter/-innen mit Familienverpflichtungen entlasten, noch nicht zum betrieblichen Alltagsgeschäft. Hinzu kommt, dass Informationen nicht immer zugänglich bzw. nutzerfreundlich sind. Hier ist Unterstützung notwendig.

Das Projekt „Family 4.0 – der Family-Manager“ nutzt digitale Potenziale zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Entwicklung einer netzwerkbasierten Anwendung ermöglicht eine anwendungsfreundliche und auf den betrieblichen Bedarf ausgerichtete Nutzung. Informationen zu Themen wie Pflege, Kinderbetreuung, haushaltsnahe Dienstleistungen, Qualifizierung u.a. werden in drei sächsischen Landkreisen für Betriebe zugänglich gemacht. Interessierte Unternehmen können sich gern aktiv in das Projekt einbinden. Treten Sie in Kontakt mit uns!

Ausgangslage

Der demografische Wandel konfrontiert auch in Zukunft Unternehmen mit der Herausforderung, geeignete Mitarbeiter/-innen zu finden und diese zu binden. Der Fachkräftemangel ist schon lange keine bloße Fiktion mehr, sondern Realität. In diesem Zusammenhang und auch vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Wertewandels quittieren zahlreiche Unternehmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine entscheidende Bedeutung bei der Arbeitgeberwahl. 

Berufliche Anforderungen mit familiären Bedürfnissen und Verpflichtungen in Einklang zu bringen, wird als soziale Verantwortung gesehen. Im Streben nach einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie wird dies zur Schlüsselaufgabe sächsischer Unternehmen. Es wird bereits viel getan, um Mitarbeiter/-innen entsprechend ihrer Bedürfnisse individuell in ihren Lebensphasen zu unterstützen. So ist zum Beispiel ein umfangreiches Angebot an kommunalen, privaten und betrieblichen Informations-, Beratungs- und Unterstützungsleistungen vorhanden. Reserven bestehen jedoch sowohl in der Transparenz als auch im Zugang. Deshalb benötigen Unternehmen konkrete Unterstützungen auf dem Weg hin zu einer familienorientierten Personalpolitik.

Die Digitalisierung ermöglicht es, Arbeitgeber/-innen eine Win-Win-Situation zu konstruieren. Wenn beispielsweise Arbeitsort und -zeit nicht länger an Präsenz am Arbeitsplatz im Unternehmen gebunden sind, ergeben sich neue Formen der Arbeitsorganisation, die Mitarbeiter/-innen mehr Handlungsspielraum bieten, sodass das Unternehmen wechselseitig davon profitieren kann.

Ziele des Projektes

  • Einarbeitung in das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf mithilfe der smarten Anwendung
  • Speicherung der Check-Ergebnisse
  • Präsentation von Maßnahmenkatalogen mit individuellen Handlungsanweisungen
  • Optionales Informationsangebot inklusive weiterführender Links
  • Zusätzliche Mehrwerte für Unternehmen durch Stärkung der Arbeitgebermarke
  • Unternehmenscharakteristik für (neue) Mitarbeiter/-innen
  • Optionaler Benchmark: Vergleich bzgl. Branche und Unternehmensgröße

Zielgruppen

    Unternehmen

    • Überall auf allen Endgeräten nutzbar
    • Übersichtlichkeit durch smarte Anwendung
    • Individuelle Maßnahmenpläne mit optionalen Handlungsanweisungen und weiterführenden Links
    • Verbesserung des Wissenstransfers durch stetig aktuelle Informationsinhalte 
    • Erweiterungspotenzial der Ansprechpartner/-innen

       

       

      Arbeitnehmer/-innen

      • Verfügbarkeit auf allen Endgeräten
      • Mehrwert direkter lokaler Ansprechpartner/-innen
      • Lokales/Regionales Nachschlagewerk mit breiter Themenvielfalt

      Themen

      Inhalte:

      • Sensibilisierung / Argumente für Familienfreundlichkeit
      • Arbeitszeit
      • Arbeitsorganisation
      • Arbeitsort
      • Führungskompetenz
      • Informations- und Kommunikationspolitik
      • Personalentwicklung
      • Service für Familien
      • Wiedereinstieg ins Berufsleben
      • Unternehmenskultur
      • Betriebliche Gesundheitsförderung / Betriebliches Gesundheitsmanagement
      • Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber

      Wichtige Informationen rund um Schwangerschaft und Beruf:

      • Mutterschutzgesetz (Dauer und Besonderheiten am Arbeitplatz)
      • Individuelles Beschäftigungsverbot
      • Frühgeburt
      • Finanzen
      • Wichtige rechtliche Regelungen, Ansprechpartner und Gleichbehandlung
      • Mütter und Väter in der Elternzeit
      • Arbeiten in der Elternzeit
      • Wiedereinstieg ins Berufsleben
      • Qualifizierung in der Elternzeit / Kontakt zum Unternehmen halten

       

      Informationen und Ansprechpartner zu den Betreuungsangeboten:

      • Krippe oder Kindertagespflege
      • Kita
      • Schule / Hort
      • Arbeitsweg / Abholung
      • Unternehmenskindergarten, vernetzte Betreuung, Ganztagsangebote für Eltern in Schichtarbeit
      • Au-Pair, Babysitter
      • Ferienprogramme
      • Hausaufgabenhilfe
      • Nachhilfe und Lernangebote
      • Betreuung für Kinder nach der Hortzeit
      • Betreuung von Kindern im Krankheitsfall
      • Leihomas /-opas
      • Familienpatenschaften
      • Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche von Freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe

       

      • Voll- und Teilzeit
      • Vollzeitnahe Teilzeit
      • Gleitzeit
      • Vertrauensarbeitszeit
      • Teilzeit-Plus-Modelle
      • Jobsharing
      • Home Office
      • Telearbeit

      Alten- und Krankenpflege

      • Ambulante Pflege
      • Teilstationäre Pflege
      • Vollstationäre Pflege
      • Kurzzeitpflege
      • Verhinderungspflege
      • Hospiz- und Palliativdienste
      • Pflegeberatung

      Entlastungsangebote für pflegende Angehörige

      • Hauswirtschaftliche Versorgung / Haushaltshilfe (Waschen, Putzen, Betreuung, Begleitung u.a.)
      • Alltagsbegleitung
      • Seniorenbegleiter
      • Demenzbetreuung
      • Fahrdienste
      • Besorgungsdienst
      • Hausnotrufsystem
      • Seniorenbegegnungsstätten
      • Mehrgenerationenhäuser
      • Nachbarschaftshilfe
      • Pflegepaten
      • Kinder mit Behinderung
      • Sucht in der Familie

      Pflege allgemein:

      • Rechtliche Grundlagen
      • Kontakte und Unterstützung
      • Wiedereinstieg nach langer Krankheit
      • Umschulung bei Berufsunfähigkeit
      • Arbeitsunfähigkeit und Frührente
      • Behinderung und Beruf
      • Burnout und Stressbewältigung
      • Kur
      • Betriebliches Gesundheitsmanagement
      • Gesunder Lebensstil
      • Flexible Weiterbildungsmöglichkeiten
      • Ansprechpartner
      • Reinigungsdienst
      • Essen auf Rädern
      • Betreuung und Versorgung von Haustieren
      • Kurier- und Botendienste
      • Gartenpflege
      • Hausmeisterdienst
      • Umzugshilfe
      • Wäscheservice
      • Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten

       

      Am Beispiel "Familienfreundliche Unternehmenspolitik"

      • Fachkräfte binden und halten
      • Positives Image generieren 
      • Mittelfristig Fachkräftemangel verringern
      • Besserer Workflow und Ausgeglichenheit der Arbeitnehmer
      • Leistungssteigerung einzelner Arbeiter aufgrund weniger privater Bedenken

      Betriebswirtschaftliche Effekte

      Klassische Arbeitszeitmodelle

      (Gleitzeit, Arbeitszeitkonto, Versetzte Arbeitszeiten, Jahresarbeitszeit, Nacht- und Schichtarbeit, Funktionszeit)

      Innovative Arbeitszeitmodelle

      (Job Sharing, Home Office, Vertrauensarbeitszeit, Langzeitarbeitskonten, Sabbatical)

      Alles auf einen Blick:

      Produktivität erhöhen, aber wie? (mdr.de)

       

      Alle Unternehmen pflegen

      • eine interne bzw. externe Kommunikation und
      • interne Abstimmungen.

      Aber nicht selten fehlt es an Werkzeugen zur Identifikation und Lösung zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

      Die Lösung bietet der "Family-Manager".

      Unsere digitale Lösung unterstützt sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer bei

      • Rechnerunterstützter Heimarbeit
      • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (z.B. ergonomische Sitzplatzgestaltung) 
      • Flexibilität der Arbeitsorte

      Unsere digitale Lösung bietet leichteren und schnelleren Zugang zu

      • Seminar- und Schulungsmöglichkeiten für Arbeitgeber und -nehmer
        • Ausbau der Leitungsfähigkeiten
        • Arbeitnehmer kann flexibler eingesetzt werden 
          • Veränderung privater Gegebenheiten führt zur Maßnahme veränderter Arbeitszeiten und möglicherweise zu anderem Arbeitscontent

      WEITERBILDUNG --> FLEXIBILITÄT --> ARBEITNEHMERBINDUNG (BEI AUSREICHENDER FACHLICHER QUALIFIKATION)

      Strategische Bedeutung der Personalentwicklung

      • Langfristige Qualitätsverbesserung im Vergleich zu gelegentlichen Schulungen
        • Mitarbeiter kann so systematisch an neue Ziele angepasst werden
        • Interne und externe Fort- und Weiterbildungen tragen dazu bei, dass Arbeitnehmer und -geber zukünftigen Herausforderungen gewachsen sind

      Wichtig dabei ist die gelernte Theorie in der Praxis anwenden zu können!

      Positive Effekte:  Arbeitgeberattraktivität

                                   Demographiemanagement

                                   Generationsübergreifende Zusammenarbeit

      Alles Wichtige im Überblick 

      Eine familienorientierte Unternehmenspolitik steht selbstverständlich im Fokus unserer digialen Lösung:

      Familienservice

      Hinweise zur Familienfreundlichkeit in der Wissenschaft

      Gerade für Menschen, die länger aus dem Arbeitsleben ausgeschieden sind und nun wieder voll durchstarten möchten, gibt es weitreichende Unterstützungsangebote. Häufige Fragen, die in diesem Zusammmenhang gestellt werden sind:

      • Ist meine fachliche Qualifikation noch auf dem neuesten Stand?
      • Kommt für mich der erste oder zweite Bildungsmarkt in Frage?
      • Kann ich eine Umschulung machen?
      • Welche finanzielle Hilfen bekomme ich bei einer Existenzgründung?
      • Gibt es Seminare in den Bereichen Bewerbungsmanagement oder IT?

      Hilfestellungen gibt es hier:

      Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

      Artikel von der SZ.de

      Eine Unternehmenskultur entsteht in der Regel automatisch, wenn ein Unternehmen viele Jahre (durchaus mit Generationswechsel) eine Beständigkeit in ökonomischer und personalpolitischer Hinsicht aufweist.

      Erste Gedanken dazu in diesem Audioartikel: 

      "Open Saxony" für eine offene Unternehmenskultur

      Ihre Belegschaft ist gesund und motiviert? Dann ist Ihr Unternehmen erfolgreich und wettbewerbsfähig!

      Zunehmende Digitalisierung, Fachkräftemangel oder alternde Belegschaft sind eine der Herausforderungen für Unternehmen in Zukunft.

      Gesunde und zufriedene Mitarbeiter bringen viele Vorteile, wie

      • höhere Produktivität
      • größere Leistungsfähigkeit und
      • ein besseres Betriebsklima.

      Ihr Unternehmen kann mehr durch den optimierten Planungsprozess der BGF-Strategie:

      1. Bedarfsanalyse
      2. Planung
      3. Intervention
      4. Evaluation

      Ein Qualitätssiegel erhalten Betriebe bei professioneller, familienfreundlicher und lebensphasenorientierter Personalpolitik.

      "Familienfreundlicher Arbeitgeber"

      Initiiert von der Bertelsmann-Stifung, soll es andere Arbeitgeber dazu animieren ebenfalls eine familienfreundliche Personalpolitik nicht nur zu forcieren, sondern auch zu praktizieren.

      Vorteile: Förderung der Kreativität

                    Imageerhöhung

                    Arbeitnehmerbindung